Tag 38: Notizen (Ran Cormallon)

Yolo, Ginnu, Geryan und Thor gehen wieder zu diesem Strand zurück. Ich für meinen Teil unterhalte mich mit Neesha und vereinbare mit Ihr eine Codesequenz, um uns gegenseitig unsere Identität bestätigen zu können. Danach suche ich mir ein ungestörtes Plätzchen und verwandle mich in eine kleine unscheinbare Eule und begebe mich auf Entdeckungstour. Bei meinem Umherstreifen in den Höhlen stelle ich fest, dass es keinen weiteren Ausgang gibt oberhalb des Wasserspiegels. In der Nähe befindet sich ein recht grosser Strand, auf dem allerdings 2 Leichen zu sehen sind mit einem grossen Loch in der Brust. Etwas weiter entfernt ist ein kleinerer Strand mit einer Art Brunnen oder Quelle. Auf dem Strand mit dem Allip entdecke ich 5 Langboote sowie die Söldner und Thuron. Im See bewegt sich ein grosses Tier, dass in etwa der Beschreibung des Söldners von dieser „Schildkröte“ entspricht. Dieser Strand ist allerdings ohne Boot nicht zu erreichen. Nach etwa 3 Stunden ungefähr zur Mittagszeit kehre ich zu meinem Ausgangspunkt zurück und ändere meine Gestalt zurück, allerdings natürlich an einer Stelle, wo ich nicht beobachtet werden kann. Unser Gefangener braucht nicht zu wissen, dass auch ich solche Möglichkeiten besitze.
Ich nähere mich vorsichtig und tausche mit Neesha die vereinbarten Kennsätze aus, um sicher zu sein, dass ich mich wirklich mit Neesha treffe. Umgekehrt gilt dies sicher auch.
Ich erfahre weitere Neuigkeiten über die Truhen. Anscheinend sind sie für Geryan durchscheinend, also vermutlich nur eine Illusion. Nur zu welchem Zweck?
Eine weitere Befragung von Bertram gibt uns die Information, dass dieser Brunnen Heilmöglichkeiten bietet, zumindestens behauptet Bertram, dass einer der Söldner durch das Wasser des Brunnens geheilt worden wäre. Er erwähnt jetzt auch, dass sich auf dem Schiff bei der Herfahrt Thuron mit jemandem in seiner Kabine unterhalten hat. Er behauptet, er hätte eine Männer- und eine Frauenstimme gehört.
Während wir uns noch unterhalten, nähert sich ein Boot mit 2 Söldner. Diese schlagen uns einen Tauschhandel vor: Sie bieten uns SanSturomaS im Austausch gegen Bertram und der Leiche des Söldners. Wir verlangen Bedenkzeit und die beiden ziehen sich wieder zurück. Auf einmal taucht im Wasser ein Hai auf, der sich tatsächlich an Land begibt und sich dabei in die Gestalt von Edeltraut verwandelt. Sie behauptet, ihr wäre langweilig gewesen. Wir stellen einige Fragen, um überprüfen zu können, ob es sich wirklich um unsere Kenderin handelt. Dies ist nach den Antworten zu urteilen tatsächlich der Fall.
Sie erzählt uns einige Neuigkeiten:
Im Tempel wurde aufgeräumt, dort sollten keine falschen Tempelangehörigen übrig sein.
Der Transport der Steine über den bisherigen Weg wurde eingestellt, nachdem einige Boote versenkt worden sind.
Ob Thuron diese Neuigkeiten schon kennt?
Edeltraut erwähnt, dass sie Thuron belauscht hat. Der vorgeschlagene Tausch geht tatsächlich um den echten SanSturomaS, da Thuron der Meinung ist, er hätte alles unter Kontrolle. Er weiss nichts von unserer Druidin und wir sollten es dabei belassen. Nach Auskunft von Edeltraut liegt unser eigenes Schiff noch vor der Küste. Sie kennt auch diese „Schildkröte“ und nennt das Wesen einen Tojanida. Ihrer Schilderung nach besitzt es 4 Flossen mit entsprechend hoher Geschwindigkeit im Wasser sowie 2 Klauen. Bei dem Wesen handelt es sich um einen Bewohner aus der Ebene des Wassers, ist also auf Krynn nicht heimisch. Sein Panzer ist sehr stark und es kann 360 Grad um sich überblicken, also keine Möglichkeit eines Angriffs von hinten. Leider ist es gegen Säure und Kälte immun und verfügt über Resistenzen gegen Feuer und Elektrizität.
Nach einigen Diskussionen und Abwägens gehen wir auf den Handel ein, wir fordern aber das Amulett von SanSturomaS noch ein. Interessanterweise geht Thuron auf diesen Handel ein, er fühlt sich wohl tatsächlich Herr der Lage. Allerdings sorgen wir dafür, dass Bertram und die beiden Unterhändler unsere Druidin nicht zu Gesicht bekommen.
Kurz vor dem Austausch wirkt Yolo noch einen Zauber namens „Chain of Eyes“ auf Bertram und meint, er könne jetzt durch die Augen von Bertram sehen. Dieser Zauber kann sich auf andere Personen weiterbewegen, wenn diese die Person berührt, auf der der Zauber aktuell liegt.
Nach dem der Austausch stattgefunden hat, befragen wir SanSturomaS und kommen zum Schluß, dass es sich tatsächlich um ihn handelt. Er gibt uns Infos über den Plan von Milton Drac. Dieser beabsichtigt, die Energie von Lhontas in den Himmel zu projektieren. Jeder, der dies sieht, soll wahnsinnig werden. Seltsame Idee? Ich prüfe die magischen Auren um SanSturomaS, entdecke aber nur die Auren, die mir vom Leuchtturm her bekannt sind. Also liegt auf SanSturomaS vermutlich kein Zauber, wie eventuell etwas ähnliches/gleiches wie Yolos‘ Zauber.
Yolo beobachtet durch die Augen des Söldners das weitere Geschehen und bekommt so die Wiedererweckung des Toten mit. Nach weiteren 2 Stunden zieht Thuron ab und begibt sich auf sein Schiff, leider nimmt er alle Boote mit. Während dieser Zeit beschäftige ich mich mit dem Niederschreiben meines Zaubers.
Wir entschliessen uns zur Herstellung der „Jadeschlange“ und hoffen durch Yolo zu erfahren, ob dies Thuron bemerkt.
SanSturomaS, Neesha, Thor, Edeltraut und ich begeben uns zum Tempelraum zur Durchführung des Rituals, die anderen sichern den oberen Bereich. Wir rechnen damit, dass im Erfolgsfall entweder ein Angriff oder Diebstahlsversuch stattfindet und vermutlich der Tempel zusammenstürzt.
Thor fungiert als Assistent mit dem Auftrag, die Schlange nach Entstehung sofort an sich zu nehmen und zu sichern.
SanSturomaS führt das Ritual durch und verwendet dafür etwas Blut als Opfer von Thor in seiner Funktion als Assistenten. Ein großer grüner Kristall entsteht schwebend über dem Altar, den sich Thor sofort greift. Wir wollen uns nach oben bewegen, müssen allerdings kurz warten, bis das Wasser von oben nach unten abgeflossen ist. Das Schutzfeld ist durch die Entstehung des Kristalls zusammengebrochen. Der Tempel zittert heftig und füllt sich von unter her auch mit Wasser. AliStar sagt noch, der Fluch ist aufgehoben, bevor er sich langsam auflöst. Wir ereichen alle den Ausgang oben, allerdings bemerken wir jetzt, dass Thor etwas angeschlagen wirkt (OOC : Konstitutionsverlust durch das Ritual).
In der Zwischenzeit hat Thurons Schiff eine neue Ankerposition eingenommen direkt vor der Höhle, unsere beiden Boote werden im Schlepptau mitgezogen. Das nächste Zeitfenster zum Betreten der Höhle ist allerdings erst am nächsten Tag gegen 6:00 früh. Ansonsten hat Thuron die Entstehung des Kristalls und die Flutung des Tempels wohl nicht mitbekommen.
Unsere Gruppe bewegt sich durch das Wasser Richtung Strand mit der Quelle, was durch das abfliessende Wasser (Ebbe) einigermassen möglich ist. Ich lasse mich etwas zurückfallen und verwandle mich in einen Kalothag. Auf zur Untersuchung der Wasserwege unter Wasser …

Die Gruppe stellt in der Zwischenzeit fest, dass die Quelle Süsswasser spendet, das tatsächlich Wunden heilt, wobei die Wirkung ausserhalb der Quelle schnell nachlässt und es sich dann nur noch um normales Wasser handelt. Über der Quelle ist ein Stück Fels mit permanentem magischem Licht angebracht. Die Gruppe untersucht danach den anderen Strand mit den Leichen. Die Leichen weisen Löcher in der Grösse eines Ballistenbolzen auf. Weder Geryan noch Neesha fällt allerdings etwas am Strand auf.
Geryan bewegt sich auf dem Strand und löst dabei tatsächlich eine Falle aus, Ein massiver Pfahl schiesst nach oben und verschwindet wieder im Sand. Mit dieser Kenntnis kann Geryan einige Speerfallen entschärfen und einen Weg zur Felswand freilegen. An der Wand selbst entdeckt er eine verborgene Tür. Diese ist nicht gesichert und er kann sie problemlos öffnen. Hinter ihr ist ein Gang zu sehen, der zu einer Holztür führt mit einem Schild „Tritt ein und spüre den Zorn des schwarzen Hundes„.Geryan entdeckt eine Falle an der Tür, sticht sich allerdings beim ersten Entschärfungsversuch. Danach kann er die Falle unschädlich machen. Auf der Nadel scheint das Gift von Sasson-Blättern zu sein. Er öffnet danach die Tür und sieht einen Raum mit 9 Truhen, die an der Wand entlang aufgestellt sind. Yolo wirkt noch „Protection from Evil“ auf Geryan, bevor dieser den Raum betritt.
Beim Betreten des Raumes erhebt sich eine grünlich leuchtende Gestalt (ein Spectre), die Yolo nicht vertreiben kann. Der Spectre sagt nur: „Verlasst den Raum oder sterbt„. Daraufhin ziehen sich Geryan und Yolo zurück und schliessen die Tür hinter sich.

Ich stelle bei der Untersuchung der Wasserwege mit Ausnahme des Sees, diese Tojanida flößt mir doch Respekt ein (abgesehen davon, dass sie leider auch noch schneller schwimmt als ich), leider keinen weiteren Ausgang fest.