Wir untersuchen den Raum. Den Sakrophag können wir verschieben, aber es ist nix drunter. Die Säure löst den Körper des Trolls weiter auf. Edeltraut entdeckt einen blau-grünen Stein in dessen Brustkorb und Geryan entfernt ihn vorsichtig. Ran stellt fest, dass der Streitkolben 3 verschiedene Auren hat. Eine mächtige Priesterwaffe! Wir verlassen den Raum. Die Fußabdrücke geben mir keine Ruhe. Die Untersuchung ergibt, dass wohl der Dämon dort als Wächter gestanden ist. Wir haben ihn aktiviert und wieder in seine Heimat zurückgeschickt.
Wir versuchen die Spuren der Wolfsmenschen zu finden. Ein großer Teil des Rudels ist in den Gängen, die wir noch nicht kennen. Nanaya hat wohl ihre besten Leute genommen und ist tiefer in den Bereich vorgedrungen, den wir aufgeräumt haben. Sie haben die Fallen entdeckt, diese gemieden, den geheimen Gang entdeckt und sind zum Tempel gelaufen. Der Opferraum sieht sehr verändert aus. Yolo sagt, er sei entweiht. Ich lerne viel über Priester, Götter und so. Ich verspüre wieder den Drang meine Dienste Kiri-Jolith anzubieten. Yolo beginnt ein Ritual, um den Altar auch noch zu entweihen. Ich schaue ihm zu.
Yolo verlässt sehr zu frieden den Altarraum. Er ist voller Tatendrang und möchten den Spruch bei der Drachenstatue lesen. Wir brechen auf. Von Ran lernt er, wie man dieses Drakonisch richtig ausspricht. Ich folge ihnen nachdenklich. Der Spruch geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Wurde er richtig übersetzt? „Lasse meine wahre Größe hervortreten.„, „meine wahre Größe …„, „meine Größe …„. „Yolo, was ist, wenn ‚meine‘ nicht der ist, der den Spruch liest, sondern der, der ihn geschrieben hat?“ Yolo bleibt abrupt stehen. Er brummelt irgendetwas vor sich hin. Seine Mimik ist durch den Bart hindurch kaum zu erkennen. Oh mein armer Yolo. Aber ich glaube, er trifft eine gute Entscheidung … Wir nehmen ein paar Unterlagen aus der Bibliothek mit. Wir lassen die Drachenstatue und den Spruch links liegen. Wir suchen Edelsteine und finden 12 Stück. Wolfsmenschen finden wir keine mehr, aber die Leichen der Schlangenmenschen. Die haben gut aufgeräumt.
Als wir zum Zugangshaus zurückgehen, werden wir dort erwartet. Ich ziehe mein Zweihänder. Maggy schickt ihn. Er hat Informationen für uns. Sein Name ist Korellon Guldan Anastia. Er ist höflich, aber ich bin misstrauisch. Er redet zu viel! Ein Ordensmann mit Namen Francesco di Brunello sei angeblich betrunken im Gefängnis. Ein Hiddukel-Priester sei im Keelhaul abgestiegen. Das klingt alles sehr unglaubwürdig. Im weiteren Gespräch kann er unser Vertrauen gewinnen. Wir beschließen, dass er zwei Wagen holen soll. Einen für die Gegenstände, die wir verkaufen wollen und einen zweiten, der uns verborgen zu Maggy bringt.
Die Gegenstände werden identifiziert.
- Der Streitkolben hat ein +2 Verzauberung und zusätzlich +2 auf Weisheit und Death Armor. Die Weisheit wirkt, wenn man ihn öfters im Kampf benutzt und dann immer bei sich trägt.
- Der grüne Stein heilt bei dem Träger die Wunden. Der Träger muss ihn an seinen Brustkorb halten und dann verschmilzt er mit dem Brustkorb.
Unglaublich mächtige Gegenstände. Eine gerechte Verteilung in der Gruppe wird schwierig. Und tatsächlich, es kommt zum Streit. Yolo und Ginnu behaupten, dass Theo auf einfache Fragen ausweichend antwortet. Theo ist verärgert, weil er in den Fragen Vorwürfe gegen ihn erkennt. „Hast Du geklaut?“ würde ich mir als Frage auch nicht gefallen lassen. Es ist schwer die Gemüter zu beruhigen. Theo hat irgendein Geheimnis. Zusätzlich besteht der Verdacht, dass er von zwei schwarzrobigen Männern gesucht wird. Und seine Wunden heilen wie von selbst oder er wird gar nicht erst verwundet, obwohl er getroffen wird. Alles seltsam. Aber dass er ein Geheimnis hat, kann man ihm nicht vorwerfen. Jeder hat Geheimnisse. Dass jemand gesucht wird, auf dessen Beschreibung er recht gut passt, kann man ihm auch nicht zum Vorwurf machen. Es wäre nur schlecht, wenn die Gruppe dadurch gefährdet wird. Wer hat eigentlich gesagt, dass die Beschreibung der Person auf ihn passt? War das nicht der Drachenmensch? Und dem vertrauen wir mehr als Theo?
Und dann noch der Streit um die Gegenstände. Letztendlich einigen wir uns darauf, dass Yolo den Streitkolben und Theo den Plattenpanzer kriegt.
Wer den grünen Stein nimmt, ist noch nicht entschieden. Es gibt ein paar Interessenten, aber irgendwie ist der Stein komisch. Ich habe auch Interesse, aber kann ich das zugeben?
Dann gibt es noch das Problem, dass Edeltraut und Yolo festgestellt haben, dass jemand, der ohnmächtig ist und im Sterben liegt, schneller schwächer wird als normal. Ginnu, der heldenhafte, wäre uns deswegen bei den Oger fast in das Reich der Toten entschwunden. Wir vermuten einen Fluch. Ginnu wurde mal von einem Schlangenmenschen verflucht. Manndie hat wegen der Flöte eventuell einen Fluch abbekommen. Ran untersucht jeden von uns und der Verdacht wird erhärtet. Wir laden Bruder Egidius und Bruder Brutus zu uns ein. Sie können uns sicherlich helfen. Außerdem wird es Zeit Lutzius und Egidius wieder zusammenzubringen.
Ich begrüße beide und führe sie in den Speisesaal. Das Wiedersehen ist eine große Freude. Wir tauschen Neuigkeiten aus. Bruder Brutus beginnt uns zu untersuchen. Mit dreien von uns beschäftigt sich Brutus etwas länger. Da scheint etwas zu sein. Ginnu hat noch Reste des Fluches auf sich liegen. Manndie hat einen vollständigen Fluch auf sich. Bei Theo stockt er auch kurz, sagt aber, dass alles in Ordnung sei. Jetzt müssen wir nur noch prüfen, ob durch die Beseitigung des Fluches bei Manndie, der Kampf mit dem Tod wieder normal geworden ist. Hm …!
Uns fällt auf, dass Brutus und Theo sich in eine Ecke zurückgezogen haben und sich unterhalten. Ich spreche beide an. Theo wolle nur ein paar Bücher aus der Bibliothek ausleihen, weil er wissbegierig sei. Komisch, Brutus hat doch Theo angesprochen und nicht umgekehrt. Ich muss das klären, was Brutus bei Theo entdeckt hat, ansonsten belastet dies die Gruppe. Irgendeine tiefe Wunde aus der Vergangenheit?
Egidius erzählt uns, dass der Hiddukel-Priester sich sehr auffällig benimmt. Er scheint zu wollen, dass man auf ihn aufmerksam wird. Wir beauftragen unsere Spione Informanten, dass sie nicht nur den angeblichen Priester, sondern auch verdächtige Personen im Umkreis beobachten sollen.