Reorxs göttliche Kraft (Yolo)

Zum ersten Kampf gibt es nicht viel zu sagen. Yolo hielt sich dezent mit seinen Priestersegen, -flüchen und -sprüchen zurück. Dafür hat er dann lieber auf die alte konventionelle Kriegerart seine Gegner verdroschen. Die vier Priester und ein Wächter waren auch schnell ausgeschaltet. Auch den zweiten langsam 🙂 flüchtenden Krieger konnten wir erledigen. Ran ließ seinen Kopf im Treppenhaus zerplatzen, weil Ginnu ein ums andere mal daneben hieb. Und wenn er mal traf, naja, der Schadensweltmeister ist er halt nicht. Gul’Dan hatte jedoch im Kampf vorher getroffen und Schaden angerichtet wie ein Blöder …

Nachdem die Sauerei im Treppenhaus beseitigt worden war und die Priester sich ans Werk gemacht haben, blieb den anderen das spannende Werk des Wartens übrig. Irgendwann (nach Stunden) kamen zwei Wachen hoch. Blöderweise war die Tür „verklemmt“, so dass die beiden erst einmal wieder abzogen. Nach 30-45min waren sie wieder da, quängelten ein bisschen mehr rum, aber die blöde Tür wollte nicht nachgeben (so was blödes aber auch). Also zogen sie wieder ab, kamen dann aber nach einer guten halben Stunde mit Verstärkung an: mit Milton und N’Thal.

Die Tür war kein Hindernis, die zwei Krieger standen auch sofort im Raum. Jedoch wollten sich weder Milton noch N’Thal zeigen, wie auch umgekehrt sich niemand von uns in direktem Sichtkontakt zu diesen begeben wollte. Zu diesem Zeitpunkt fiel Yolo in eine Art Medidation. Er begann den Fußboden und die Wände zu streicheln und murmelte etwas von „vells“ oder so. Aber niemand beachtete ihn so genau, es gab ja Ägdschön. Alle auf die zwei Wachen, die in Defensivstellung allerdings beinahe unverwundbar wirkten. Eine der Wachen verschaffte sich schnell einen Überblick und rief laut, dass alles im Eimer und nichts mehr zu retten sei: Ein „jagt alles in die Luft“ war zu hören. Ab dem Zeitpunkt reagierte Yolo nur noch instinktiv. Die Zeit verging auch nur noch im Zeitlupentempo. Er konnte erkennen, wie ein Großteil der Gruppe blass wurde, wie die Angst in ihren Augen sichtbar wurde und sich vor ihren Augen manifestierte. Ginnu wollte noch Richtung Tür springen, blieb aber am Wächter hängen, da dieser ihn ins Visier nahm. Yolo erkannte, wie Ginnu auf dem Stein tanzte, beinahe wie wenn der Stein lebte und ihm noch Impulse und Schutz im richtigen Moment gab. Ja, der Stein lebte! Yolo schloss die Augen, sprang an den Wachen vorbei wurde gleichzeitig eins mit dem ihm umgebenden Stein, der mit seinem Herz zusammen zu pulsieren schien. Er spürte jeden Schritt in der Umgebung. In seinem Kopf explodierte etwas, gleichzeitig wurde er von einem grässlichen Gekreische fürchterlich gequält. Dennoch, die Explosion in seinem Kopf lenkte er gezielt ins Treppenhaus, die sich dort manifestierte. Das Gekreische nahm er nicht mehr wahr, die Schmerzen auch nicht. Er spürte, er war eins mit dem Stein, mit den Steinstufen, mit der Wand. Er sprengte die Stufen, auf denen er Milton und N’Thal wahrnahm. Als Yolo wieder zu sich kam, war für die Außenstehenden kaum Zeit vergangen, Yolo aber fühlte sich wie nach einem 6 Tage Gewaltmarsch im Tempo der verhassten Elfen. Ein Wächter lag am Boden, der andere bewegte sich zur Tür mit dem Loch dahinter, Milton und N’Thal schwebten langsam nach unten, fluchten wie die Rohrspatzen, sahen verletzt aus. Der zweite Wächter sprang aus dem Raum. Eine Feuerkugel bewegte sich zum Loch und fiel den beiden Bösen hinterher …

Beim Aufstehen schwankte der Raum doch sehr. Yolo blutete aus Nase, Mund und Ohren und vielen kleinen Wunden, die er scheinbar irgendwie durch Steinsplitter erhalten haben musste. Yolo sah auf sein Amulett! Er wusste, er hatte soeben mit Reorx Hilfe die Gruppe gerettet, vielleicht sogar die ganze Welt. Er wusste, Reorx hatte ihn den Kampf über die ganze Zeit nicht nur beobachtet, er hatte ihn unterstützt, Reorx war es, der ihn geleitet hatte. Yolo wusste, wenn dieses Abenteuer vorbei wäre, musste er einen Humpen Bier auf Reorx trinken, am Besten mit Ginnu, Thor und den anderen Reorx-Gläubigen! Genau zu diesem Zeitpunkt schlug ihn Thor kräftig auf dem Rücken und gratulierte ihn zu der gelungenen Aktion.