Tag 29-31:
Nach unserem Frühstück brechen wir auf. Ran möchte eigentlich den Laden „Magisches Allerlei“ besuchen, entscheidet sich aber um, als wir uns wieder erinnern, dass dies genau der Laden ist, in dem Milos auf drakonisch mit dem Ladenbesitzer sprach. Die anderen wollen alle zurück zur Burg. Ich habe zusammen mit Sir Berengar noch einen Termin bei Thuron.
Im Gilean-Tempel lassen wir uns zu Bruder Brutus bringen. Der Novize schaut etwas komisch. Schöpft er Verdacht? Auf welcher Seite steht er? Wem können wir vertrauen? Achso, er ist wegen meiner Verletzungen etwas irritiert. Die am Rücken muss übel aussehen. Naja, dann hat der Novize zumindest einen Grund, warum wir zu Bruder Brutus wollen. Brutus erwartet uns. Nachdem die Tür von Brutus‘ Zimmer geschlossen ist, kommt Thuron aus einem Nebenraum. Wir tauschen ein paar Höflichkeiten aus und kommen dann schnell zum Wesentlichen. Ich berichte von unserem Erfolg bei den Gelbschilden. Thuron ist froh, dass dieses Problem minimiert wurde. Dann erzählt uns Thuron seine neuesten Erkenntnisse aus den Recherchen.
Das Ritual könne mit Hilfe eines Amulets verhindert werden. Das Amulet von Yig. Es stamme aus seiner Kultur und wurde dort vom höchsten Priester getragen. Es wurde immer von Hohenpriester zu Hohenpriester weitergegeben und mit ihm das Wissen über die Eigenschaften. Es wurde angeblich von Habbakuk erschaffen. Der letzte Priester, der es hatte, ist bei einer Teleportation verschollen und mit ihm das Amulet. Thuron zeigt mir eine Abbildung des Amulets und sagt, dass er es lokalisieren konnte. Das Amulet von Yig befinde sich auf Leeward in dem Leuchtturm an der NO-Küste. Ein seltsamer Leuchtturm. Niemand weiß genaueres über ihn. Er führt Seefahrer in die Irre, die denken, dass es der Leuchtturm von Freihafen ist. Die gestrandeten Schiffe werden geplündert. Gruppen, die zur Erkundung von den Handelsleuten ausgeschickt wurden, kehrten nie zurück. Klingt nach einem hübschen Abenteuer.
Edeltraut: „Ich könnte mir vorstellen, dass Habbakuk bei den Schlangenmenschen Yig genannt wurde …“
Thuron hat auch mit Paladin Rücksprache gehalten. Sir Berengar können seine Sünden verziehen werden, wenn er eine Aufgabe erfüllt. Ich bitte Thuron mich zu Heilen und von Vergiftungen zu befreien, damit ich Sir Berengar bei seiner Aufgabe helfen kann. Thuron hilft mir. Dann unterhält er sich noch eine Weile mit Sir Berengar.
Abschließend frage ich ihn, ob er etwas über einen Priester aus seiner Kultur weiß, der mit einem ewigen Grab bestraft wurde und als Troll in einem Sakrophag lag. Thuron erzählt, dass dies der Priester war, der die Schlangenmenschen für unvollkommen hielt und mit Magie experimentierte um die Vollkommenheit zu erlangen. Die eingesetzte Magie und Gegenstände hatten unangenehme Wechselwirkungen miteinander und verwandelten ihn in einen Troll. Sein Volk konnte diese Experimente nicht tolerieren und bannte ihn mit einem Zauber in dem Sakrophag.
Wir kehren zurück zur Burg und berichten der Gruppe.
Schwanhild: „Wenn man sonst keine magischen Gegenstände trägt, dann kann es doch auch keine Wechselwirkungen geben! Gibt es Aufzeichnungen, welche anderen magischen Gegenstände er verwendet hat?“
Am nächsten Morgen berichtet Aristeas beim Früstück von seinen Forschungen im Untergrund. Der Fluchtweg, den die Gelbschilde genommen haben, führt in die Kanalisation. Dort findet man mehrere Türen, die wahrscheinlich in die Keller von anderen Gebäuden gehen. Sie können zufällig beobachten, wie mehrere Männer Kisten durch die Kanalisation tragen und hinter einer Türe verschwinden. Das alte Hauptquartier der Gelbschildsöldner kann nicht ausfindig gemacht werden und auch Gelbschilde selbst waren dort nicht gesichtet worden.
Ran fragt warum noch niemand das unsichtbare Buch gelesen habe. Es sei doch nun entschärft. Gar nicht so dumm unser schwächlicher Elf. Yolo sieht es natürlich als seine Aufgabe, das Buch zu lesen. Angeblich enthält es Informationen für Priester. Dass Yolo nach dem Lesen des Buchs verwirrt ist, wundert uns nicht. Er hat es in einer unfaßbaren Geschwindigkeit gelesen. Der Inhalt besteht aus zwei Teilen:
- Der erste Teil beschreibt, wie man einen Tempel von Lonthas baut (so wie den, den wir bereits gefunden haben). Welche Materialien zu verwenden sind (z.B. für die Grube Obsidian), welche Gegenstände zum Rufen von Lonthas‘ Macht gebraucht werden (die haben wir ja mitgenommen), welche Kräuter und Essenzen verwendet werden, welche Rituale durchgeführt werden müssen und welche Worte zu sprechen sind.
- Der zweite Teil beschreibt wie man die Essenz von Lonthas selbst nach Krynn holt. Also genau den Prozess, der schon mal schiefgelaufen ist und zum Untergang der Schlangenmenschenkultur geführt hat. Durch die Kopfschmerzen hat Yolo das meiste davon wieder vergessen. Aber alles deutet daraufhin, dass der Leuchtturm von Milton Drac für so etwas konzipiert sein könnte …
Yolo ist etwas still geworden. Er zieht sich zurück in die Schmiede. Seine Schmiedefähigkeiten sind weiterhin perfekt und er scheint jeden einzelnen Buchstaben des Buches auf dem Amboss platt zu hauen.
Nachforschungen ergeben wo man die Kräuter kaufen kann und dass Tom Brick viele Kisten der Kräuter gekauft hat. Wir vermuten, dass er dieses nur im Auftrag getan hat. Als Bauleiter des Turms kann er unauffällig Aufträge entgegennehmen und ausführen.
Mein neuer Plattenpanzer ist fertig. Schwanhild hat perfekte Arbeit geleistet. Ich danke Theo nochmals, dass er ihn mir überlässt. Meinen Bänderpanzer versuche ich zu verkaufen.
Meine Erzählungen von Thuron haben doch einige der Gruppe neugierig gemacht. Wir hören uns in der Stadt um, welche Geschichten und Gerüchte über den Turm existieren. Wir finden nicht viel heraus. Angeblich treiben Untote dort ihr Unwesen und/oder ein Magier und/oder Piraten, die eine Falle aufgebaut haben, um Schiffe zu plündern. Wir überlegen, wie wir unauffällig Freihafen verlassen können und entscheiden uns für ein Schulungsschiff. Wir sind die Mannschaft, die geschult werden soll. Naja, die anderen zumindest. Ich ja ganz sicher nicht.
Wir versuchen am nächsten Morgen unbeobachtet das Schiff zu erreichen. Dass ein Minotauer oder ein Zwerg segeln lernen möchte, würde uns niemand abnehmen. Der erstere kann es schon und der zweitere wird es nie lernen. Nach einer kurzen Reise erreichen wir die nördliche Ostküste von Leeward. Wir verlassen das Schiff und lassen Wachen zurück. Der Leuchtturm scheint nachträglich auf den Steinturm als Holzkonstruktion draufgebaut zu sein. Der Steinturm besteht aus einem großen runden Turm mit vier angelagerten kleineren Türmen. Die vier Türme gehen bis zur halben Höhe des großen Turms. Es leuchtet auch am Tag ein Licht aus dem Turm. Am Strand liegen mehrere Wracks und Schiffsteile. Wir machen acht besser erhaltene Schiffswracks aus, die wir untersuchen wollen.
Die meisten Schiffswracks sind komplett ausgeräubert. In einem entdecken wir zwei Leichen, von denen eine ein gebrochenes Bein hat. In der Ecke steht eine verschlossene Kiste. Geryan öffnet sie und findet das Logbuch des Schiffs. Es steht viel wirres Zeug drin. Gegen Ende wird beschrieben wie sie gestrandet sind und seltsame Wesen sie angegriffen haben, die fast nur aus Maul bestehen. Seltsam! In einem weiteren Schiff entdecken wir eine Kiste mit ca. 300 Stahlmünzen. Am nächsten Schiff begrüßen uns 6 Untote. Wir schaffen es nicht sie zu vertreiben und gehen in den direkten Angriff. Manndie unterstützt uns wieder mit ihrem Gesang, was sehr gut ist, denn sie sind schwer zu treffen bzw. irgendwie kommt es vor, dass man keine Verletzung zufügt trotz eines Treffers. Aber es liegt nicht daran, ob die Waffe magisch ist oder nicht. Sogar Pfeile und Bolzen machen manchmal Schaden. Sir Berengar und ich bekommen harte Treffer ab. Es sind Wraith. Sie müssen uns nur berühren, fügen eine kleine Verletzung zu, aber man spürt eine starke körperliche Schwäche. Yolo legt einen Schutzzauber auf mich. Seit dem werde ich nicht mehr angegriffen. Ich lege einen Schutz auf Sir Berengar, damit er besser Ausweichen kann. Auch Neesha und Ginnu stehen im Nahkampf. Dann geht alles sehr schnell. Die Wraith halten nicht sehr viel Treffer aus. Sie treffen aber auch auf die geballte Kraft aller Fernkämpfer, Nahkämpfer und Magie! Sir Berengar schaut am schlimmsten aus. Ich bitte Yolo und Satine ihm zu helfen. Sie können einen Teil seiner körperlichen Schwäche heilen. In dem Wrack entdecken wir die sechs Überreste von der Mannschaft und einen Teil der Fracht. Es ist ein sehr großes Paket, das anscheinend edle Stoffe enthält.
Wir beobachten immer sehr genau die Umgebung und betreten die Wracks mit größter Vorsicht. Dem ist es wohl zu verdanken, dass wir zwei Riesenkrebse rechtzeitig entdecken, die aus dem Meer kommen. Wir können uns vor ihnen verstecken. Edeltraut sagt, dass sie Erschütterungen des Bodens sehr gut wahrnehmen. Also verhalten wir uns ruhig. Sogar Ginnu, der Trampel und Manndie, die Schnatterliese! Die Riesenkrebse ziehen sich zurück.
Am siebten Wrack kommen uns Zombies entgegegen. Die dürften keine schweren Gegner sein, also wollen wir keine Magie einsetzen. Da es mit 17 sehr viele sind, vertreiben wir die meisten und lassen sie in kleinen Gruppen zurückkommen. Wir stellen fest, dass Schwerter vollständigen Schaden machen, aber stumpfe und stechende Waffen nicht vollständigen Schaden machen. Die Gruppen sind schnell beseitigt.