Tag 6 (2.Teil) – Geschafft im wahrsten Sinne des Wortes

Nachdem die gefallenen und die beiden gefangenen Gelbschildsöldner ihrer Ausrüstung entledigt worden sind, werden die weiteren Schritte geplant. Es wird entschieden zunächst Bruder Egidius im Tempel aufzusuchen, um Heilunterstützung zu erhalten und um die Leiche des Anführers Rittoro zu befragen. Die beiden überlebenden werden fachmännisch gefesselt, geknebelt und mitgenommen. Thor schultert die Leiche des Anführers. Da man auf dem Weg zum Tempel sowieso durch das Handelsviertel ziehen muss, wird dort gleich beim Schmied die Ausrüstung veräußert und bei einem nahegelegenen Händler die Edelsteine, so dass jeder 48 Stahlmünzen ausbezahlt bekommt. Thor bestellt beim Schmied einen Bänderpanzer, den er allerdings erst am nächsten Tag abholen kann. Theophyls Verhandlungsgeschickt erwirkt wieder sehr gute Preise beim Verkauf und Kauf. Dann geht es weiter zum Tempel. Bruder Egidius wird unauffällig Bescheid gegeben und er trifft die Gruppe in der Nähe des Tempels. Zunächst werden von Bruder Egidius die größten Wunden behandelt. Er wundert sich, dass wir die Leiche des Anführers befragen wollen, aber als ihm der Dolch mit dem „L“ gezeigt wird, identifiziert er diesen sofort als Eigentum von Lutzius und holt schnell den befreundeten Priester Bruder Brutus. Bruder Egidius selbst ist nicht in der Lage, den Toten zu befragen. Bruder Brutus übernimmt diese Aufgabe.

  • Frage 1: Beschreibe den Auftraggeber … Rittoro ist nur der Mittelsmann bekannt, dieser ist noch jugendlich (ca. 15/16 Jahre alt) und sehr schmächtig, dunkle Augen und dunkle lockige Haare. Er macht immerzu einen nervösen Eindruck und schaut sich oft um. Sein Name ist Enzo.
  • Frage 2: Wie kommt er in den Besitz des Dolches … der Dolch wurde ihm neben Geld von Enzo gegeben als Teil der Anzahlung für den Auftrag „die Schnüffler zu eliminieren“
  • Frage 3: Was hat er im Tempel gemacht … es hat sich dort mit Enzo getroffen und den besagten Auftrag erhalten.

Eine Befragung der Tempelwachen ergibt, dass sich Enzo wohl ab und zu im Tempel aufhält. Bruder Brutus kann sich erinnern Rittoro auch schon im Tempel gesehen zu haben. Die Gruppe plant nun, dem nächsten Hinweis zu folgen, nämlich dem Zettel aus Rittoros Tasche mit der Aufschrift Schwarze Möwe. Gemeinsam begibt man sich dorthin. Thor hält sich mit den zwei Gefangenen im Hintergrund versteckt und Manndie betritt zusammen mit Neesha und Geryan das Etablissement. Die anderen bewachen die Ausgänge. Fast sofort kann der nervöse Enzo entdeckt werden. Mittels eines kleinen Zaubers von Manndie wird Enzo plötzlich ziemlich müde und Neesha und Geryan müssen ihn beim Hinausgehen „stützen“. In einer dunklen Ecke versucht Theophyl den Mittelsmann zu überzeugen, dass der Auftrag erledigt ist und er ihm als Gesandten der Gelbschildsöldner die Belohnung geben soll. Enzo ist sehr misstrauisch, da keiner einen gelben Schild oder ähnliches trägt. Das Scheitern des Auftrags wird Enzo sehr schnell klar und er erkennt Mitglieder der Gruppe. Nach ein paar Drohungen scheint er relativ schnell einzuknicken. Die Gruppe möchte wissen wer seine Auftraggeber sind. Er führt die Gruppe zu einem seltsamen Haus in der Nähe mit zugemauerten Fenstern und einer Holzverkleidung. Dorthin bringt er regelmäßig (einmal wöchentlich) Vorräte. Mit seinem Auftraggeber kommuniziert er mittels Briefen. Er erhofft sich durch seine Botendienste in die Kreise des Auftraggebers aufgenommen zu werden („Der Eine würde ihn dann annehmen (?)„). Unter anderem sollte er einen Brief mit einer Erfolgsmeldung dort ablegen, um das Geld für Rittoro zu bekommen. Eine genauere Untersuchung des Hauses zeigt, dass sowohl das Fundament, wie auch die Wände hinter der Holzverkleidung ziemlich stabil und aus Stein gefertigt sind. Könnte älter sein als der Rest der Stadt.

Die Gruppe beschliesst, (noch) nicht das Haus zu betreten, sondern erst einmal mit Enzo zurück zum Schiff zu gehen. Dort findet man das Schiff verlassen vor. Der befreundete Händler am Nachbardock erzählt, dass Gelbschildsöldner das Schiff überfallen, einige der Seeleute erschlagen und ins Meer geworfen haben und den Rest dann gefangen genommen haben. Sie verließen die Docks mit den Gefangenen dann Richtung Osten (das Ziel könnte schon wieder das Haus mit den zugemauerten Fenstern sein). Lumpi nimmt die Witterung auf und bestätigt den Verdacht.

Die Gruppe hält daraufhin das Schiff für nicht mehr sicher und überlegt, wie man das verlassene Schiff bewachen kann. Wieder steht Bruder Egidius mit Rat und Tat zur Seite und besorgt ein paar Tempelwachen, die sich gerne ein Zubrot verdienen wollen und solange die Gruppe unterwegs ist, auf das Schiff aufpassen. Die Gefangenen  bleiben ebenfalls auf dem Schiff. Die Gruppe selbst quartiert sich in der Schreibfeder des Gelehrten ein und geht schon sehr zeitig zu Ruhe, da man noch in der Nacht  aufbrechen will, um das ominöse Haus zu untersuchen. Desi, die Inhaberin, scheint gut bekannt mit Bruder Egidius zu sein. Die Übernachtung verläuft ohne Zwischenfälle.