Gruppendynamik (Thor)

Wir erfahren von einem Kapitän, dass er einen seltsamen Gast nach Freihafen mitgenommen hat. Er ist groß, menschlich, trägt einen schwarzen Kaputzenumhang, hat eine große Sense geschultert und nennt sich Esrael Schauder. Seltsam ist, dass sich seine komplette Mannschaft nicht mehr an den Passagier erinnern kann, sondern nur noch er selbst. Theophyl reagiert nervös und erklärt uns, dass dies evtl. ein Reaper ist. Sie könnten Erinnerungen löschen und trügen einen Waffe, die durch Rüstung durchgeht ähnlich wie es Untote könnten. Wir werden wohl klären müssen, was er in Freihafen möchte. Wir haben schnell den Verdacht, dass dessen Besuch etwas mit Theo zu tun hat. Vielleicht sind wir unser Sorgenkind bald los.

Vorher klären wir noch ein paar andere Dinge:

  • Der Schädel muss aus der Gruppe entsorgt werden. Nach viel Diskussion und vorläufigem Ergebnis, dass man den Gegenstand zerstören oder anderweitig entsorgen müsse, da er nicht in falsche Hände geraten dürfe, meldet sich Ran zu Wort. Es widerspräche seinem Anspruch auf den Schädel, da ihn keiner  haben wollte und seiner Vereinbarung mit Stostine. Die Lösung von Ran gefällt uns allen: Stostine erhält den Schädel, Ran erhält von Stostine im Gegenzug eine Leistung.
  • Der Chaos-Stab darft nicht in der Gruppe angewandt werden. Er soll sogar am liebsten entsorgt werden. Wir beschließen, dass er in der Kiste bleibt. Sie ist mit einer dünnen Bleischicht ausgelegt. Wir wollen erforschen, was es mit dem Stab auf sich hat, warum Marik Gantner ihn an einen Zielort bringen wollte, welches der Zielort war, warum er noch nicht gesucht wird usw. Über das Buch der Artefakte findet Theo heraus, dass der Stab von der Gottheit Morgion im Auge behalten wird.
  • Ich leihe mir das Buch der Artefakte aus und lese es durch.
  • Ran hält N’Thals Aktion gegen uns für sinnlos und eine Art Selbstmordkommando. Er scheint nicht der Boss zu sein. Wir sollten in Zukunft die Augen und Ohren offen halten.
  • Yig hat uns nach dem Ritual mitgeteilt, dass nun alle Valossianer des Lonthas-Zirkels sich aufgelöst haben. Wir wissen, dass es auch Lonthas-Anhänger anderer Rassen gibt, sagt Ran. Was ist mit denen? Wir sollten in Zukunft die Augen und Ohren offen halten.
  • Brutus ist zu Besuch und untersucht uns alle auf Flüche. Keiner ist verflucht, außer die gewohnte Rest-Aura bei Manndie. Ich vermute einen Zusammenhang zwischen der Aura und den lila Augen. Brutus meint, wir sollen in Zukunft Manndie im Auge behalten und vielleicht mal ihre Vorfahren erforschen.
  • Das goldene Schwert ist eine spezielle Exotische Waffe, eine „schwere Waffe“. Es würde einige Zeit dauern, bis ich sie endgültig beherrsche. Also beschließen wir, dass Schwanhild aus ihrer neuen Legierung ein anderes leichteres goldenes Schwert schmiedet. Yolo möchte auch noch Zwergen-Rüstungen schmieden.
  • Wir schicken zwei Trupps los: Einer soll nach weiteren Gummiwürmen gucken, der andere nach Dings-Pflanze um Gift herzustellen.
  • Aaron Langbogen scheint sich zu verspäten, da die Windverhältnisse grad ungünstig sind.
  • Weiteres?

Am Abend treffen wir uns im Speisesaal. Ich habe mir den grünen Smaragd besorgt. Ich denke, ich habe genug recherchiert. Und ich habe mit Kiri-Jolith gesprochen. Es scheint damals üblich gewesen zu sein, eine solche Eigenschaft auf einen Stein zu legen und den im Brustkorb einzusetzen. Ein riskantes Vorhaben, denn sein letzter Träger hatte die Gestalt eines Trolls, obwohl er ursprünglich ein Schlangenmensch war. Trotzdem, der scheint wie geschaffen für mich. Und Brutus und Yolo sind ja auch noch da. Kurz bevor ich den Saal betrete, wirke ich den Zauber. Mein Omen schaut eine Stunde in die Zukunft. Das sollte erst mal reichen: „Ein entspannter solamnischer Ritter mit einem Humpen Bier in einem Gasthaus lächelt mich freundlich an.“ Kiri-Jolith hat Humor.

Ich betreten den Speisesaal. Alle sind anwesend. Während alle essen erhebe ich mich und kündige mein Vorhaben an. Ich werden den Stein in meine Brust einsetzen, falls es niemand anderes machen möchte! Yolo bremst mich. Er wolle erst noch einen Zauber wirken, der besser sei als mein Omen. Nach einigen Diskussionen und Zaubern wissen wir, dass zumindest in der nächsten halben Stunde nichts schlimmes passiert. Kein Fluch, der sofort auf mich liegen wird. Die Langzeitwirkung wird sich zeigen … Der Smaragd sinkt in meine Brust. Ein Stück schaut noch heraus, wie eine Scheibe. Ich fühle mich gut.

Weiterhin kündige ich an, dass ich stolz bin auf unsere Gruppe und auf das Erreichte und dass auch jeder der Gruppe stolz darauf sein kann, dass wir zusammengewachsen sind, dass wir wie eine Familie sind, die durch Höhen und Tiefen gegangen ist. Ich möchte gerne mit dieser Gruppe eine Gemeinschaft gründen. Es soll eine Art Orden sein, die ein paar gemeinsame Ziele zusammenschweißt und vielleicht erhalten wir durch unsere wohlgesonnene Götter auch Unterstützung und als Ordens-Mitglieder ein paar Vorteile. Es wird die Frage nach weiteren Regeln gestellt. Ich antworte, dass wir die Gründer der Gemeinschaft sind, wir können diese Gemeinschaft gemeinsam gestalten und somit auch die Regeln, die nicht-Regeln usw. Mein Ziel mit diesem Orden ist, dass wir in Kontakt bleiben, dass wir ein Netzwerk haben und dass die Gemeinschaft uns zusätzliche Stärke bringt.
Die meisten stimmen zu und finden die Idee gut. Auch Maggie würde sich dieser Gemeinschaft anschließen. Ein paar werden sich nicht anschließen: Degenhart, Yersinia, Aristeas, Silandris und Ran werden die Gruppe verlassen.

Ich schlage dann vor, dass wir erst Terry Bowmore ausfragen und dann den neuen Gast von Freihafen suchen. Gehen wir mal davon aus, dass er wirklich Esrael Schauder heißt.

Manndie und Geryan, sind die einzigen, die mich begleiten wollen. Mit ein bisschen Schwierigkeiten ziehen Geryan und ich ihm die Kappe über. Der Stein in der Brust ist noch etwas ungewohnt und ich kann meine Kraft nicht richtig einsetzen. Manndie gibt Terry den Befehl zu tanzen, was er bereitwillig tut. Geryan und Manndie amüsieren sich prächtig bis ich das ganz unterbreche. Die zwei nehme ich das nächstes Mal lieber nicht mehr mit, wenn die das Vorhaben nur stören und verzögern wollen. Terry ist sehr auskunftsfreudig! Seine Aussagen passen zu denen von Milton und sind somit gegenseitig bestätigt. Zusätzlich erzählt er uns, wer ihn mit alchemischem Gold beliefert hat. Eine Magierin der Schwarzrobengilde in Palanthas mit dem Namen Dagamier aus Ergoth. Er beschreibt sie uns als Mittfünfziger mit schwarzen Haaren und blauen Augen. Wir sollten bei der Dame mal in Palanthas vorbeischauen. Und wir erfahren, wo weiteres alchemisches Gold in Freihafen gelagert ist. Wir schicken einen Trupp dort vorbei.
Nach der Aktion lasse ich mich nochmals von Brutus auf Flüche untersuchen. Nix!

Wir werden uns schwer tun Esrael zu finden, da sich keiner an ihn erinnern wird. Idee ist, dass wir die Gasthöfe kontrollieren und die Gastwirte fragen ob ein Zimmer vermietet ist, zu dem sie sich nicht mehr an den Gast erinnern. Wer geht mit? Hm, … kaum jemand von der Gruppe. Die Zwerge sind mit dem neuen Kelch beschäftigt, Ran ist eh immer beschäftigt und … ach, egal. Edeltraut ist dabei!
Wir finden tatsächlich ein verdächtiges Gasthaus. Ich schlage vor, dass Edeltraut als Taube mal vor den Fenstern rumfliegt und sich die Zimmer ansieht. Sie findet Esrael. Er liegt sehr entspannt auf seinem Bett, seine Waffe ist an die Wand gelehnt und er scheint Edeltraut nicht zu bemerken.

Wir beschließen, dass wir nicht unvorbereitet sein Zimmer betreten. Yolo soll uns mit dieser Ghost Armor gegen die Waffe schützen und ein paar weiteren Schutzzaubern und ich trage die Wappen der Stadtwache. Wir tauchen also ein paar Stunden später wieder an dem Gasthaus auf. Ginnu und ich betreten den Raum. Der Reaper ist weiterhin tiefenentspannt. Wir stellen ihn zur Rede und machen ihm klar, dass wir in Freihafen keine Unruhestifter dulden, nachdem er uns erzählt hat, dass er jemanden aus der Stadt beseitigen möchte. Derjenige habe angeblich mehrere Menschen getötet. Ich sage ihm, dass derjenige dann vor das Gericht gehört, aber Selbstjustiz ist nicht erlaubt. So erzählen es mir zumindest meine Freunde, als wir auf dem Weg zurück zu Maggies Burg waren, denn ich kann mich nicht mehr an die Situation erinnern. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich unerwartet mit Ginnu in Raum mit dem Reaper stand, ich sehr irritiert war und er auf meine Fragen sehr ausweichend reagiert hat. Er sei nur Tourist und wäre auf der Durchreise. Sein Vergessens-Zauber war offensichtlich erfolgreich bei mir.

Der Verdacht, dass der Reaper wegen Theo hier ist, erhärtet sich. Wir fordern Theo auf uns seine Geschichte zu erzählen. Immerhin ist es schon wieder ein Fall, in dem die ganze Gruppe involviert ist, aber das eigentliche Ziel ist Theo. Oliver und Thadäus und Sir Auric sind nicht mehr in Freihafen gesichtet worden. Sir Auric ist einer der Ritter von Lord Soth und sollte eigentlich nicht mehr auf Krynn existieren, da eine Gruppe um Golasgil und Giselher ihn beseitigt hat. So besingen es Barden in ihren Liedern und so erzählen es die Abenteurer am Lagerfeuer. Theo befürchtet, dass er uns alle in Gefahr bringt, wenn er uns sein Wissen mitteilt. Er druckst ziemlich rum, da er sich auch an einen Eid gebunden fühlt, aber wir können ihn überzeugen, dass er die ganze Welt in Gefahr bringt, wenn er plötzlich beseitigt wird und sein Wissen nicht geteilt hat.

Es gäbe einen Zirkel der schwarzen Rose. In diesem sei Theo involviert. Durch Zufall habe er erfahren, dass dieser Zirkel Lord Soth und sein Gefolge wieder nach Krynn zurückholen wolle und dass die Stätte des Rituals irgendwo im solamnischen Gebiet sei, verborgen durch Nebel. Dieses Wissen dürfe er nicht haben und deshalb wollten die Anhänger des Zirkels in nun töten. Er sei geflohen und werde seit dem verfolgt. Er habe auch bedenken, dass nun viele Abenteurer an der Ritualstätte auftauchten, da er glaube, dass die Lebensenergie dieser benötigt werden könne um Lord Soth wiederzuholen.

Oder soll Theo uns vielleicht zu der Stätte locken, damit wir die Opfer sind? Wir sollten seine Aussage auf Wahrheit überprüfen.