Tag 33-35: Notizen (Ran Cormallon)

Um die Mittagszeit taucht Bruder Egidius bei uns auf. Er fühlt sich aktuell im Tempel beobachtet. Dieses Gefühl hat er auch ausserhalb des Tempels. Er berichtet von einer Beobachtung, dass sich die Tür zu Thurons Raum geöffnet und geschlossen hat ohne daß eine Person zu sehen gewesen wäre. Nachdem er dies uns mitgeteilt hat, kehrt er wieder in den Tempel zurück.
Nach dem Abendessen kommen Brutus und Egidius bei uns vorbei mit interessanten Informationen. Sie berichten von einem Piraten namens „Schwarzer Hund„, der in alten Geschichten erwähnt wird und vor etwa 50 Jahren aktiv war. In einem Buch mit seiner Geschichte ist eine Abbildung zu sehen von einer Piratenhöhle und im Hintergrund sieht man eine Tür, die der Tür ähnelt, die zum alten Haupttempel von Yig gehören soll. Die Höhle scheint vom Meer aus erreichbar zu sein, also wird es sich wohl eher um eine Grotte handeln. SanSthuromaS betrachtet sich die Abbildung und meint, dies sei die Tür zum Haupttempel, in dem sich die Jadeschlange (eine grosse Schlange aus grünem Kristall) befinden soll. Diese Jadeschlange ist angeblich das Mittel zum Verhindern des Rituals zur Herbeirufung des Lonthas. Die Grotte scheint nur bei Niedrigwasser mittels eines kleinen Bootes befahrbar zu sein, die restliche Zeit ist der Zugang blockiert. Sie teilen uns noch mit, dass ein ehemaliges Mitglied der Piratengruppe um den „Schwarzen Hund“ sich in der Stadt niedergelassen hat und sich trotz eines Alters von etwa 70 Jahren noch guter Gesundheit erfreut. Zur Sicherheit lassen sie uns das Sagenbuch hier, damit Thuron keinen Hinweis auf den möglichen Aufenthaltsort der Jadeschlange erhält.
In der Nacht kommt es zu einer Unterhaltung mit dem Skelett, das uns die letzten Nächte immer besucht hat. Das Skelett behauptet, es müsste Theophyl zurückbringen und wir hätten von Ihm nichts zu befürchten, solange wir nicht zu viel wissen. Das Skelett nennt sich selbst Sir Auric, Ritter der schwarzen Rose. Die Ritter der schwarzen Rose sind ein Orden, der von Lord Soth gegründet wurde. Allerdings ist Sir Auric im Krieg der Lanzen gefallen bzw. vernichtet worden. Er gehörte eigentlich zur Tafelrunde von Lord Soth. Sir Auric erwähnt zwei Priesterinnen, eine Priesterin von Hiddukel und eine Priesterin von Zeboim mit grünen Haaren. Er scheint auch Kenntnisse von den Hüterinnen zu besitzen, da er Stostine als eine solche erkennt, wohl an den Symbolen an ihrer Kleidung. Er bezeichnet die Zeboim-Priesterin in der Gaststätte als eine Scharlatanin und einen Barden. Allerdings hat er wohl in seiner Nähe die Hiddukel-Priesterin wahrgenommen. Eine interessante Fähigkeit!
Er will sich mit seinen Gefährten beraten, ob es eine Art Waffenstillstand oder eine Duldung zwischen uns gibt solange die Gefahr durch Lonthas vorhanden ist ( und wir noch relativ unwissend sind?). Seine Gefährten sind, was für eine Überraschung, wohl Thaddäus und Oliver.
Nach dieser Unterhaltung mit durchaus interessanten Informationen zieht sich das Skelett zurück. Bei der Besatzung von Maggies Gehöft herrscht Begeisterung, anscheinend war die Nähe des Skeletts vielen unheimlich.
Thor versucht sich noch mit Hilfe eines Zaubers am ersten Teil des unsichtbaren Buches.

Tag 34
Kurz nach dem Frühstück kommt ein Tempelnovize vorbei, um den Termin mit Thuron auf den nächsten Tag zu verschieben.
Wir lassen Thuron über den Novizen die Nachricht zukommen : „Das begehrte Objekt bleibt im Besitz der Gruppe.
Ich unterbreche das Niederschreiben des Zaubers „Hypnotic Pattern“ und schliesse mich der Gruppe (Yolo, Ginnu, Thor, Neesha) an, die sich zum Gasthaus begibt, wo angeblich die Hiddukel-Priesterin bemerkt worden ist. Wir wollen uns dort mit der neuen Schankmagd Naya unterhalten. Die anderen Schankmädchen sind Silvia, Petra und Jenny, wobei Jenny der letzte Neuzugang vor Naya war.
Mir fällt auf, dass sich das Gasthaus an einem Kreuzungspunkt der Kanalisation befindet, vielleicht gibt es von dort einen Zugang zur Kanalisation. Vom Grundriss her müsste sich der Zugang zum Keller in der Küche oder in den Wirtszimmern befinden. Vielleicht ist das auch Grund für das Auftauchen der Priesterin in der Nähe.
Yolo spricht Naya an. Es ist, welch Überaschung, Nanaya. Sie bittet Yolo auf das Zimmer 18 in etwa 5 Minuten. Sie scheint ein Gespräch im Verborgenen vorzuziehen, vermutlich um ihre Tarnung nicht zu gefährden. Um Yolo Rückendeckung zu geben, schleicht sich Neesha heimlich nach oben in das Zimmer und hält sich dort verborgen. Yolo kommt in das Zimmer, kurz darauf betritt Naya den Raum.
Im Gespräch mit Yolo ergeben sich interessante Erkenntnisse :
Sie hat bisher den Hiddukel-Priester nicht bemerkt und ist überrascht zu hören, das es sich um eine Frau handeln soll. Das Gasthaus besitzt in der Tat einen Zugang zur Kanalisation im Keller. In den letzten Tagen hat sie das Versenden von schweren Kisten bemerkt aus dem Handelsbezirk zum Hafen über die Kanalisation. Der Transport einer Kiste findet mit Hilfe von 6 Schlangenmenschen als Träger, 2 Wachen und einer Begleitung, vermutlich Priester oder Magier, statt. Jede Nacht finden drei derartige Transport statt, die dann vom Hafen aus mit einem kleinen Boot weiter transportiert werden. Nanaya vermutet auf Grund des Hinweises auf eine Frau als die gesuchte Priesterin, diese unter den Stammgästen des Gasthauses und schliesst die anderen Mägde aus.
Nach Ende des Gespräches gesellt sich Yolo wieder zu uns im Gastraum. Wir bezahlen unsere Zeche und brechen auf Richtung Wohnsitz des alten Piraten, von dem uns Brutus und Egidius erzählt haben. Sein Name ist Gareth und sein Haus ist ein ansehnliches einstöckiges Wohnhaus. Nach kurzem Klopfen öffnet uns ein Diener die Tür. Yolo zeigt ihm das Buch und er bringt uns sofort zum Hauseigentümer. Anscheinend sind Besucher mit Fragen zur Sage um den „Schwarzen Hund“ nicht selten. Gareth hat ein nettes Holzbein und nur noch ein Auge. Er behauptet, das Buch sei sein persönliches Eigentum und ihm gestohlen worden. Anscheinend kann man bei Ihm Schatzkarten zum Schatz des „Schwarzen Hundes“ kaufen zum Stückpreis von 250 SM. Damit verdient er sich wohl seinen Unterhalt und das Geschäft scheint ganz einträglich zu sein. Keiner seiner Käufer kam allerdings bisher zurück. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass seine Schatzkarten einen Weg an einem großen Strudel vorbei beschreiben und diesen bisher noch niemand überlebt hat. Eigentlich eine gute Geschäftsidee und jeder seiner Kunden weiss, dass der Weg zu dem Ort von seiner Karte lebensgefährlich ist.
Laut seiner Erzählung war er Mitglied in der Mannschaft bis zu dem Tag, wo er aus dem Krähennest abgestürzt ist und nicht mehr arbeitsfähig war. In unserem Buch scheint die korrekte Schatzkarte zu sein. Er erwähnt, dass die abgebildete Tür neben der Abbildung einer riesigen Schlange (das Symbol von Yig?) auch eine Vertiefung hat, die an einen stilisierten Baum erinnert. Ist das nicht das Symbol von Zivilyn?
Im Austausch gegen die versprochene Rückgabe seines Buches und vielleicht unter dem Einfluss des Zwergenschnaps erzählt er uns noch etwas mehr über den Zugang zur Grotte. Sie ist nur bei steigender Flut mit Hilfe der Strömung möglich. Das notwendige Schiff kann man wohl in einem Piratenhafen anheuern, über den immer noch Waren in die Stadt kommen und von dem aus man die Insel noch verlassen kann, da ja der normale Handelsverkehr zum Erliegen gekommen ist. Er nennt uns den Kapitän „Franz Schauerlich“ als möglichen Kontakt zum Mieten eines Schiffes. Die Gerüchte über den spukenden Geist des Piratenkapitäns sind wohl von ihm ausgestreut worden, vielleicht um den Verkauf seiner Schatzkarten zu fördern?
Er erwähnt noch einige interessante Dinge über die Stadt oder ihre Bewohner.
Die Sammlung von Terry Bowmore ist zum größten Teil auf illegalem Weg zusammengestellt worden. Illegal aus dem Mund eines ehemaligen Piraten?! Interessant.
Er erwähnt auch den Pfandleiher als Kontakt zu einem Markt, auf dem man speziellere Waren erwerben kann.
Er kennt keinen niedergelassenen Magier auf der Insel, also war der schwarzgekleidete Magier, mit dem Manndie zusammengestossen war, vermutlich nur auf der Durchreise.
Wir kehren wieder zu Maggie zurück. Yolo begibt sich wieder in seine Schmiede und ich kann mich wieder der Erweiterung meines Zauberkenntnisse widmen.
Bis zum Abend erweitere ich mein Repertoire um den Zauber „Hypnotic Pattern„.
Wir besprechen uns zum Abend und planen einen kleinen Abstecher zum Hafen. Der Inhalt dieser schweren Kisten könnte interessant sein und eine Erkundungstour über den Hafen ist einfacher als ein Herumirren in der Kanalisation.
Wir brechen also zum Hafen auf. Dort gelingt es Neesha sehr schnell, den Öffnungsmechanismus des Kanalisationsgatters zu entdecken. Wir lassen das Gatter geschlossen und suchen uns gute Beobachtungsposten, um den Transport einer solchen schweren Kiste zu überwachen und eventuelle weitere Wachen oder Sicherungsmassnahmen im Hafen entdecken zu können.

Tag 35
Gegen 1:00 Uhr trifft der Transport der 1. Kiste am Hafen ein und verläuft ruhig. Nach Verladen der Kiste in das Boot drehen die Wachen um und entfernen sich wieder in die Kanalisation, während sich das Boot langsam auf die andere Seite bewegt mit Hilfe von 3 Ruderern. Ansonsten scheint das Boot völlig ungesichert zu sein. Dies ist unsere Chance zum Zuschlagen beim 2.Transport.
2 Stunden später kommt der 2. Transport durch die Kanalisation zum Hafen. Wir warten ab, bis sich die Wachen in die Kanalisation zurückgezogen haben. Dann wirke ich „No light“ in die Bewegungsrichtung des Bootes, gefolgt „Hypnotic Pattern„, um die Ruderer auszuschalten. Thor nutzt das magische Kletterseil, um das Boot einzufangen und wieder Richtung Ufer zu ziehen. Dann wird die Kiste aus dem Boot geholt. Bei einer kurzen Inspektion stellen wir fest, dass sie einen Granitblock enthält. Dieser scheint aber deutlich schwerer zu sein als erwartet. Kurzerhand nehmen wir die Kiste mit. Während die anderen sich mit der Kiste entfernen, halte ich den Zauber immer noch aufrecht. Neesha bleibt bei mir als Rückendeckung, eine nette Geste, obwohl sie sicher nicht so gut sieht wie ich im Dunkeln. Sie verwischt noch einige Spuren, dann breche ich meine Konzentration auf den Zauber ab. Bevor die Ruderer aus dem abklingenden Zauber befreit sind, verschwinden wir und verbergen etwaige Spuren von unserem Rückzug. Sollen sie doch rätseln, wieso sich ihre Fracht in Luft aufgelöst hat. Nach einer kurzen Zeit schliessen wir zu den anderen auf und treffen dann auf den Leichenwagen, den wir zum Transport und zum Verlassen der Stadt nutzen.
Unterwegs stossen wir wieder auf den Skelettritter Sir Auric. Er teilt uns mit, dass nach Rücksprache mit seinen anderen Begleitern der Waffenstillstand gilt, solange das Problem mit Lonthas existiert.
Ich vermute allerdings, die Randbedingung ist: Vielleicht auch nur so lange wir nicht zu viel wissen über ihre Motive oder Tätigkeiten.
Bei Maggie transportieren wir den Granitblock in den Alchemistenkeller. Dort sollte er eigentlich vor Spähversuchen geschützt sein. Ein kurzer Check von mir mit „Magie entdecken“ enthüllt eine mittlere Bannaura, die von dem Steinquader ausgeht. Er wirkt wie gegossen, also öffnet Ginnu den Block vorsichtig. Im Inneren verbirgt sich ein verzauberter Krake aus alchemistischem Gold. Sollten dies die Schlusssteine für den Turm sein an den Stellen der Kraftlinien? Wenn ja, dann dürfte der Turm innerhalb der nächsten 14 bis maximal 18 Tage in diesem Punkt fertiggestellt sein.