Schwanhild – Eisbarbarin (NPC)

Hallo! Man nennt mich Schwanhild. Ich bin 21 Jahre alt, 1,90 Meter groß und wiege 100 kg. Mein stattliches Gewicht ist natürlich der jahrelangen Arbeit in der Schmiede meines Vaters geschuldet.

Seid gewarnt, wer dennoch behauptet, dass ich dick wäre, dem zieh ich mit meiner Großaxt einen Scheitel!

Ich habe langes, rotblondes, lockiges Haar und große wasserblaue Augen. Meine Löckchen sind aber, aufgrund dieser verdammten Hitze hier in Nordmaar, selten zu bewundern. Meine Ausrüstung habe ich mir selbst angefertigt, viel Arbeit steckt vor allem im Brustpanzer, der dafür aber jetzt wie angegossen sitzt! Die Lederanteile des Brustpanzers und meine sonstige Kleidung habe ich möglichst hell gewählt, soll angeblich etwas vor der Sonneneinstrahlung schützen. Wenn es Ärger gibt verlasse ich mich am liebsten auf meinen schweren Streitkolben und mein schweres Schild (ich stelle mir die Köpfe meiner Feinde immer als reife Wassermelonen vor). Die Großaxt nehme ich nur dann zur Hand, wenn mich jemand besonders wütend macht (siehe oben).

Aufgewachsen bin ich in einer äußerst abgeschiedenen Eissiedlung tief im Süden von Ansalon. Mein Vater Birger ist ein allseits geachteter Schmied, der nicht nur Alltagsgegenstände, Rüstungen und Waffen aus Metall von hoher Qualität anfertigen kann, sondern auch die seit Generationen überlieferte Technik beherrscht, aus dem seltenen blauen Gletschereis die Eisklingen für die traditionellen Eisäxte der Eisbarbaren anzufertigen. Er hat es zwar nie erwähnt, aber das Einzige was ihm wirklich fehlt, ist der Sohn, der die Schmiede eines Tages übernehmen soll (ich bin übrigens die Älteste seiner 5 Töchter). Jedenfalls sind seine bisherigen Versuche, mich zu einer guten Schmiedin auszubilden, kläglich gescheitert (ich bin leider immer noch im 1.Lehrjahr). Abgesehen von meinem mangelnden Interesse fehlt mir angeblich auch die nötige Geschicklichkeit im Umgang mit dem Schmiedehammer. Es ist halt einfach langweilig und verdammt heiß in der Nähe des Schmiedefeuers!

Die einzige Abwechslung vom schnöden Alltag in der Schmiede brachte immer mein Opa Thorben, der viel unterwegs war und unsere Eissiedlung ab und an besuchte, um Waren für den Verkauf abzuholen … der hatte immer interessante Geschichten auf Lager. Ich erinnere mich noch gut daran, als der ganze Süden (außer unserer Eissiedlung natürlich) von der weißen Drachenarmee besetzt worden war. Da erzählte mein Opa mir von einer Gruppe von wagemutigen Abenteurern, die tatsächlich planten, den weißen Drachenfürsten (soll ein durchgeknallter Elfen-Magier gewesen sein) zur Strecke zu bringen. Es soll da dann zu einem heftigen Schlagabtausch gekommen sein, bei dem einer der Abenteurergruppe spurlos verschwand (das er in eine Maus verwandelt wurde, glaube ich Opa dann doch nicht) und ein weiterer (angeblich auch ein Elfen-Magier) aus großer Höhe abstürzte und auf dem Gletscher zerschmettert wurde (das ist mal ein armes Schwein, muss ne ganz schöne Sauerei gegeben haben!). Aber auch der weiße Drachenfürst und sein Drache überlebten diesen Kampf nicht und der restliche Süden war wieder befreit. Der zerschmetterte Elf wurde doch dann tatsächlich von einem Priester aus der Abenteurergruppe wiederbelebt, allerdings ging wohl beim Zusammensetzen der Beinknochen etwas schief und der Elf konnte anschliessend nur noch humpeln (hmm, ich denke, ein guter Schmied hätte das Bein bestimmt wieder hinbekommen!).

Mir kam jedenfalls an diesem Abend der glorreiche Einfall, dass ich mit meiner Ausbildung in der Schmiede doch bestimmt eine ausgezeichnete Heilerin abgeben müßte … und ich betete von da an jeden Abend zu den Göttern mich doch zur Heilerin zu berufen. Obwohl ich durchaus in der Lage bin, mich bemerkbar zu machen, hat sich aber scheinbar keiner im Götterhimmel für mich interessiert.

Als ich die Hoffnung auf eine Berufung schon längst aufgegeben hatte, passierte dann dieser tragische Unfall in unserer Schmiede … es war Mittagszeit und ich war wie üblich bereits vollkommen durchgeschwitzt von der Arbeit am Schmiedefeuer … da rutschte mir doch, ausgerechnet als die Tür aufging, und meine Schwester Sigrid mit dem Mittagessen rein kam, der Schmiedehammer aus der Hand und traf sie so unglücklich am Kopf, dass sie sofort umkippte. Was für eine Sauerei, ich befürchtete schon, dass ich mit meiner Schusseligkeit diesmal auch noch meine kleine Schwester auf dem Gewissen habe. In meiner Verzweiflung habe ich sie dann in die Arme genommen, fest gedrückt und ihr gesagt „Bitte wach wieder auf!“ … und was soll ich sagen, die Verletzung war urplötzlich verschwunden und Sigrid schlug ihre Augen wieder auf (irgendeiner hatte meine Gebete also doch gehört, aber wer nur?). Mann, war ich froh, als sie mit schwacher Stimme zu mir sagte: „Drück doch nicht so fest, du brichst mir noch die Rippen!“

Aufrund dieses Erlebnisses fasste ich dann den Entschluss in die Welt ziehen um auch andere von meinen neu gewonnenen Fähigkeiten profitieren zu lassen … es gibt ja bestimmt ganz viele Leute, die sich meine Umarmung herbeisehnen (gell, Degenhart!) … nur hätte ich vielleicht vorher bedenken sollen, dass es im Norden unheimlich heiß ist. Angeblich haben ja Priester auch dafür was in ihrem Repertoire (außer Rosenwasser) … ich leider nicht … warum nur sind Götter so furchtbar schwerhörig!